Hallo hallo

Da bin ich mal wieder! Lange Zeit nach keinem einzigen Eintrag von mir, ich weiß ... Asche auf mein Haupt. Sehr viel passiert in den vergangenen Monaten. Unser Fritz ist zum Glück nicht mehr in seiner Gruftie-Phase. Das war ja ganz schlimm, als er nur in schwarz gekleidet und leichenblass durch die Gegend gelaufen ist. Seine komische Death-Metal-Musik hört er immer noch, aber das soll er ja auch - Hauptsache, er läuft jetzt rum, wie ein normaler Mensch, um den man sich nicht Sorgen machen muss, dass er gleich in Depressionen ertrinkt. Durch seine Phase ist er leider aber auch in der Schule schlecht geworden. Besonders in Mathe hat er heute noch so seine Probleme. Deshalb haben wir ihm jetzt Nachhilfe in Mathe gesucht, so konnte das ja nicht weitergehen. Nur schlechte Noten - er ist doch schon einmal sitzengeblieben. Ich mein, klar, er ist jetzt in einem Alter, wo ihm das natürlich gar nicht passt, dass wir für ihn entscheiden, aber solange er noch bei uns wohnt und zur Schule geht, entscheiden wir immer noch mit. Und eigentlich ist er auch irgendwo dankbar, dass er da jetzt jemanden hat, der ihm da weiterhilft. So ganz egal, wie er immer tut, ist ihm das nämlich alles nicht mit den Noten in der Schule. Ach ja, Jugendliche. Die Phase möchte man als Elternteil gerne mal überspringen. Aber so ist es eben.

Was gibt es sonst noch so neues? Unserem Ältesten, dem Hans, geht es wunderbar, er ist mittlerweile junger Papa. Und meinem Mann, dem Herbert, geht es auch gut. Wir nach wie vor glücklich verheiratet. Dass der Fritz jetzt auch wieder in die Spur gefunden hat, hat den Herbert besonders gefreut, wie auch uns alle. Aber als Vater ist das natürlich auch noch einmal etwas anderes. So, ich muss mal weiter meinen Kuchen machen, der Hans kommt mit seiner Frau und dem Kind gleich.

13.3.13 12:56, kommentieren

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Grufties

Inzwischen bin ich schon wieder ein bißchen schlauer als noch vor zwei Wochen. Ich habe der Marlies, unserer Nachbarin mein Leid geklagt. Die hat das ja eh schon gesehen, dass unser Fritz wohl auf die schiefe Bahn geraten ist. Sieht ihn ja tagtäglich, wie er aus dem Haus geht, oder vielmehr nachtnächtlich, tagsüber ist der ja kaum noch draussen, nur noch nachts. Deshalb habe ich auch erst gedacht, dass er vielelicht von einem Vampir gebissen wurde und deshalb auch so bleich und übellaunig ist. Aber ich habe dann gesehen wie er ein Nutellabrot gegessen hat, und das können Vampire doch gar nicht?

Dasi ist es also schonmal nicht, da war ich ja schon mal beruhigt. Aber irgendwas ist ja mit ihm, keine Frage. Ich habe dann mit Marlied zusammen im Internet nachgeschaut. Das hat natürlich alles ein bißchen gedauert, wir machen das ja nie sonst. Das Ding erstmal anzukriegen, das ist ja schon schwierig genug. Wir haben dann bei google reingeschrieben schwarz angezogen und patchuli, das stand nämlich auf der Packung von diesen Dingern zum anzünden. Und da sind wir dann auf Fotos gestossen von Leuten die sehen genauso aus wie mein Fritz und seine komischen Freunde. Gruftieszene stand da. Nachtwelten, Schattenwelt, all solche gruseligen Wörter und Menschen. Unser Firtz ist also ein Gothic, so heißt das nämlich auf englisch, jetzt ist es raus.

Was hat ihn nur dazu gebracht frage ich mich, hatte er eine so düstere Kindheit dass er jetzt so truarig und böse sein muss? Dann hatte unser Hans ja auch so werden müssen, aber der ist ein Sonnenschein eh und je.Ich glaube der hat noch nicht mal schwarze Socken. Ich muss auf jeden Fall mal mit unserem Fritz reden, vielleicht müssen wir mal zum Psychologen mit ihm. Bleiben kann das so jedenfalls nicht.

20.4.11 10:18, kommentieren

Vampire?

Langsam wird mir das richtig unheimlich ums Herz, wenn ich mir so den Fritz snschaue. Seine Haare sind inzwischen auch schon richtg lang geworden, wie ein Mädchen sieht der von hinten aus. Schwarz hat er sie sich inzwischen auch schon gefärbt, natürlich, sonst passt das ja nicht zu seinen KLamotten die er jetzt immer trägt. Schwarze Stiefel, so richtig grobe, das sieht immer aus wenn er läuft, mit großen Schritten und seinen langen Haaren und diesen Schuhen, also würde er damit kleine Kimder tot treten wollen. Dazu dieser lange schwarze Mantel, der hinter ihm her weht und diese vielen Ketten und Kreuze, die aber alle irgendwie kaputt aussehen. Ich weiß ja nicht, ich mag das nicht. Der lässt ja aich gar nicht mehr mit sich reden, ist immer nur in seinem Zimmer und hört diese schrecklliche Musik, oder liest, oder ist mit seinem Compiute beschäftigt.

Seit neuestem hat er auch noch eine Freundin. Das Mädchen dieht genauso schlimm aus wie er. Nein, eigentlich dogar noch schlimmer muss ich sagen. Sie hat es tatsächlich geschafft so auszusehen als wäre sie schon tot. Das will sie ja auch hat sie gesagt als ich ganz besorgt gefrgt habe warum bist du denn so blass mein Mädchen. Das soll so sein, das ist Absicht. Gestern hat sie sich auih noch die Haare ganz komisch gemacht. Ich hab erst gedacht das ist eine Art Aprilscherz von ihr, dass sie so eine Art Maske aufhat. Aber nein, kein Scherz. Eine Seite von ihrem Kopf ist ganz abrasiert, von oben bis unten, das sieht aus sag ich euch. Als wär sie unter einen Rasenmäher gekommen. Fritz gefällt das natürlich, wer weiß was der schon noch für pläne gemacht hat. .

1 Kommentar 2.4.11 17:59, kommentieren

Am liebsten gleich wieder zurück!

Ach, was war das schön in München! Wir hatten herrliches Wetter, Gott hat es gut mit uns gemeint. Und die Autobahn war auch gar nicht voll, also sind wir ganz hervorragend vorangekommen. Unser Fritz ist nicht mitgekommen, aber das habe ich mir vorher schon fast gedacht, und wenn ich ehrlich bin war ich fast ein bisschen froh niemanden mit schlechter Laune im Auto sitzen zu haben. So konnten wir auch die schöne CD von Andrea Berg hören, die mir mein Herbert zum Hochzeitstag geschenkt hat. Ich habe für Hans noch ein paar Kraniche gefaltet, inzwischen bin ich im Origami so gut geworden dass mich sogar das Ruckeln im Auto überhaupt nicht gestört hat. Als wir dann angekommen sind haben wir erstmal Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, natürlich mit dem Hans zusammen. Der hatte ganz lieb schon den Kaffeetisch gedeckt und sich auch ganz artig für meine selbstgebackene Torte bedankt. Die war aber auch richtig gut, und toll sah die aus! Schwarzwälderkirschtorten sind gar nicht mal so einfach zu machen, aber mir ist sie hervorragend gelungen, muss ich mal sagen. Danach haben wir dann das Sofa abgeholt und der Hans hat sich auch gleich gefreut und wollte gar nicht aufstehen. Das ging natürlich nicht, wir hatten ja nur zwei Tage im schönen München, und deswegen musste er uns auch gleich die schönsten Plätze zeigen. Eine herrliche Stadt! Schade, das wir wieder wegfahren mussten. Hans und seine Mitbewohner waren auch so reizend zu uns, da ist der Abschied richtig schwer gefallen. Hätten wir gewusst was uns zu Hause erwartet, wären wir wahrscheinlich einfach dageblieben. Hier in unserem Haus sah es nämlich aus wie nach einem Bombenangriff! Überall Dreck und Müll, der feiner Fritz hatte nämlich nichts besseres zu tun als eine Party mit seinen komischen Freunden zu feiern..Und er hatte noch nicht mal den Anstand danach wieder aufzuräumen! Ach, wie können die beiden nur so verschieden sein?


21.3.11 12:34, kommentieren

München!

Nächste Woche hat unser Hans Geburtstag. 20 wird er und wir fahren natürlich runter nach München um ihn zu besuchen. Wir haben lange hin und her überlegt was wir ihm denn zum Geburtstag schenken könnten, und dann hatte Papa eine gute Idee. Der Junge hat sich neulich am Telefon beschwert dass das Sofa in seiner WG so unbequem ist und er sich darauf gar nicht richtig entspannen kann. Das darf natürlich nicht sein, mein armer Spatz muss ja soviel lernen, da muss er sich auch mal ausruhen können zwischendrin. Papa und ich sind dann gleich ans Internet und auch fündig geworden. Bei den Kleinanzeigen München gab es so viele schöne Sofas, da konnten wir uns fast gar nicht entscheiden. Jetzt haben wir ein schönes braunes gekauft. Das müssen wir jetzt nur noch abholen wenn wir in München angekommen sind und dann freut sich der Junge bestimmt riesig.

 

Hoffentlich kriegen wir unsern Fritz überredet dass er auch mit uns runterfährt, der muss dem Papa dann beim Tragen helfen. Aber auf Fritz ist ja leider kein Verlass mehr. Er hat jetzt auch so komische Freunde, die rennen alle nur in schwarz rum und haben ganz lange Haare und lange Fingernägel. Dazu hören sie ganz düstere Musik und im Haus wabert jetzt immer so ein merkwürdiger Geruch rum, der aus seinem Zimmer kommt. Ein bisschen nach Keller, aber auch irgendwie süßlich. Ich habe ihn neulich gefragt ob er Drogen rauch, da hat er nur gelacht und mir diese komischen Rauchstäbchen gezeigt. Die riechen so. Ich verstehe das ja nicht dass man die Luft absichtlich schlecht macht, aber gut, was weiß denn ich von solchen Dingen. Ich werde ihn gleich mal fragen gehen ob er mit uns mit nach München fährt. Ein bisschen Ablenkung tut ihm sicher gut.

1 Kommentar 10.3.11 12:30, kommentieren

Nicht immer diese Vorurteile!

Mein ganzes Leben höre ich schon diese Vorurteile, dabei mache ich einenJob wie jeder andere auch. Trotzdem runzeln immer alle die Stirn, wahrscheinlich weil es um Geld geht. Geld was ich ab und an vielleicht von ihnen eingefordert habe, aber Gesetz ist nun mal Gesetz. Also, ich bin Finanzbeamtin, jetzt ist es raus. Und ich bin es leid, mich dafür rechtfertigen zu müssen. Es ist ja nun wirklich nicht meine Schuld, wenn jemand eine Steuernachzahlung machen muss. Das hätte derjenige sich halt vorher überlegen müssen. Die Leute die ich neu kennen lerne scheinen aber mich persönlich für den Teufel halten, der ihnen ans Portemonnaie will.

Naja, genug davon. Im Leben geht es ja nicht nur um den Beruf, die Freizeit ist genauso wichtig. Ich lebe zusammen mit meinem mann Herbert und meinem Sohn Fritz. Der große Sohn Hans ist schon von zu hause ausgezogen. Das war natürlich traurig als er mit gepackten Koffern gegangen ist und sein Kinderzimmer plötzlich ganz trostlos aussah. Aber manche Dinge im Leben müssen einfach sein. Er ist jetzt nach München gezogen und studiert da Medizin. Aus dem wird mal was, das hab ich von Anfang an gesagt. Er war auch immer so gut in der Schule, hat nur Einsen mit nach Hausse gebracht, ein guter Junge. Ganz anders sein großer Bruder. Der wohnt noch bei uns zu Hause und geniesst das Hotel Mama. 22 ist er schon und arbeitslos. Mit Ach und Krach ist er durch die Ausbildung zum Maler und Lackierer gekommen, aber als er seinen Lehrlingsbrief hatte, hat ihn sein Meister sofort vor die Tür gesetzt. Was wir mit dem noch machen sollen, das weiß ich auch nicht..




1 Kommentar 8.3.11 15:28, kommentieren